Die 7 wichtigsten Marketing Buzzwords 2019

Growth Hacking, Design Sprint, Agile Marketing und Co. einfach erklärt

Gefühlt entsteht jeden Tag ein neues Buzzword, in der Marketing Community. In den letzten Jahren sind es Buzzwords wie Growth Hacking und Mobile first, welche die Marketing Welt bestimmen. Den Überblick über die vielen Begriffe zu behalten, fällt dabei nicht immer ganz leicht.

Der ist allerdings wichtig, um die Erwartungen und Anforderungen an die Begriffe abgleichen zu können. Ob als Marketer, Online Marketing Agentur oder B2B Unternehmen – wer mitreden möchte muss die Begriffe und ihre Bedeutungen kennen. Nur so bleibt man up-to-date und kann weiterhin erfolgreich am Markt teilnehmen.

Nicht alle Buzzwords entwickeln sich dabei zu langfristigen Trends. Jedoch sind Buzzwords oft die Geburtsstunde neuer Fachbegriffe, die sich nach und nach in der Branche etablieren und einer völlig neuen Disziplin einen festen Namen geben, wie zum Beispiel “Programmatic Advertising”.

Aber egal ob langfristige Entwicklung oder kurzfristiger Trend – Buzzwords sind nicht ohne Grund in den Schlagzeilen und erfordern deshalb auch die nötigen Kenntnisse über diese.

Wir haben daher die 7 wichtigsten Marketing Buzzwords 2019 aufgelistet und erklärt.

1. Growth Hacking

Growth Hacking ist ein neuer Denkansatz im Marketing, welcher angewendet wird, um das Wachstum eines Unternehmens durch bestimmte Taktiken (“Hacks”) zu steigern. Dabei kann Growth Hacking auch als Schnittstelle aus Daten, dem Nutzererlebnis, dem Produkt und Werbemaßnahmen verstanden werden. Allerdings ist Growth Hacking mehr als eine Strategie, sondern vielmehr ein komplett neuer Ansatz Marketing zu denken.

Der Denkansatz rückt rasantes Wachstum in den Fokus aller Unternehmenstätigkeiten. Das bedeutet, jedes angewendete Tool und jede Technik eines Unternehmens wird auf die Steigerung des Wachstums ausgerichtet. Durch agiles Experimentieren und analytischem Denken, wird versucht die Nutzer zu lenken, um die Conversions oder Verkäufe zu erhöhen.

Neben der Steigerung des Wachstums, steht auch die Kostenminimierung im Vordergrund. Dafür nutzt der Ansatz vor allem kostengünstige Marketing Kanäle wie Social Media.

Oftmals wird im Growth Hacking auch kein klassisches Marketing verwendet, sondern vielmehr das Produkt zum Marketing Instrument gemacht. Ursprünglich wurde Growth Hacking deshalb vor allem in der Start-Up-Szene genutzt, denen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

2. Design Sprint

Ein Design Sprint ist ein mehrtägiger Prozess mit dem Ziel, innovative Produkte und kreative Dienstleistungen innerhalb kürzester Zeit zu entwickeln. Design Sprints helfen Unternehmen dabei, dem ständigen Anspruch an Innovationen gerecht zu werden. Der Design Sprint ersetzt durch seine agile Vorgehensweise zumeist wochenlange Produktprozesse.

Das bekannteste Format ist durch Google Ventures mit dem Ziel entstanden, in nur einer Woche einen kompletten Entwicklungszyklus zu durchlaufen, Prototypen zu entwickeln und zu testen. Die Prototypen werden im Design Sprint auch direkt am Kunden getestet, um herauszufinden, ob sich ein Produkt wirklich lohnt oder was verändert werden muss.

Der Fokus liegt in der Entwicklung eines visuellen Konzepts für die Benutzerführung. Das Ergebnis jeder Design Sprint Week ist ein interaktiver Prototyp, der von echten Anwendern getestet wird und klare Erkenntnisse für die Zukunft bietet.

3. Growth Sprint

In diesem Fall trifft Growth Hacking auf Design Sprint und lässt das Buzzword Growth Sprint entstehen. Es handelt sich ähnlich wie im Design Sprint um einen mehrtägigen Prozess, wobei hier die Steigerung des Wachstums die oberste Maxime ist.

Das Ziel eines Growth Sprint ist es große Marketing Herausforderungen schnell und effizient zu lösen und neue Strategien zu validieren oder bestehende Kampagnen zu verbessern.

Dabei bringt ein Growth Sprint Fokus und Geschwindigkeit in Marketing Maßnahmen. Durch den Growth Sprint kann die monatelange Planung komplexer und teurer Kampagnen hinter sich gelassen und sich auf das Wesentliche konzentriert werden. Das Ziel ist am Ende eine funktionale und getestete Kampagnen zu erhalten, die durch echtes Kundenfeedback geprüft wurden.

Mehr Informationen über Growth Sprints zur Steigerung Ihres Wachstums, finden Sie in unserem Blogbeitrag: Growth Sprint.

4. Design Thinking

Design Thinking ist eine Form der Unternehmensstrategie, die sicherstellen soll, dass das Unternehmen zugleich kreativ, innovativ und nah am Kunden arbeitet.

Die Strategie kann auch als Methode genutzt werden. Methodisch kann Design Thinking zur Förderung kreativer Ideen dienen, die sich am Nutzer orientieren und dessen Bedürfnisse befriedigen. Dafür wird schon während des Design Thinking Prozesses Kundenfeedback eingeholt.

Das Ergebnis eines Design Thinking Prozesses ist in der Regel eine Innovation. Dabei muss eine Innovation nicht immer eine Erfindung sein, die die Welt radikal verändert. Es kann sich auch um kleine Änderungen handeln, welche zum Beispiel die Optimierung von internen Abläufen beinhalten.

Zugleich wendet Design Thinking verschiedene Methoden an, um die Sicht des Nutzers mit seinen Wünschen, Bedürfnissen und Zielen für das Innovationsteam und damit das Unternehmen sichtbar zu machen.

5. Agile Marketing

Agile Marketing kann als Antwort auf die schnelllebige digitale Welt gesehen werden. Der neue Marketing Ansatz sorgt dafür, dass Marketing Kampagnen agil geführt und schnell auf die Bedürfnisse der Kunden eingegangen wird.

Zudem spielen Daten und Analysen in der heutigen Marketing Welt eine wichtige Rolle. Agile Marketing weiß um diese Entwicklung und findet in Echtzeit Möglichkeiten und Lösungen für jede Marketingherausforderung. Durch schnelle Tests und Auswertungen können viele Kampagnen gleichzeitig durchgeführt und flexibel an Kundenwünsche angepasst werden.

Gleichzeitig fördert Agile Marketing den Fokus auf klare Marketingziele, die es zu erreichen gilt. Durch die Nutzung von Agile Marketing sind Unternehmen besser und nachhaltiger in der Lage auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu reagieren.

6. Customer Centricity

Unter Customer Centricity wird ein Konzept verstanden, das den Kunden und nicht das Produkt in den Mittelpunkt des Interesses stellt. Customer Centricity ist allerdings mehr als ein Konzept, sondern wirkt sich auch auf die Unternehmenskultur und alle strategischen Maßnahmen des Unternehmens aus.

Die Wertschöpfungskette fängt beim Kunden an. Die Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche des Kunden bilden den Ausgangspunkt für alle Marketing Maßnahmen. Um die nötigen Informationen über Kunden zu erhalten bieten sich neben Umfragen und den Insights der Kundenbetreuung, Social Media Daten als wertvolle Quelle an.

Das Konzept reagiert auf die immer geringere Loyalität der Verbraucher, sich an ein Produkt zu binden. Die Veränderung in der Kunden-Marken-Beziehung führt dazu, dass das Kundenerlebnis immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich zu einem wertvollen Asset für Marken entwickelt.

Durch den Ansatz können Unternehmen zudem personalisierte Werbung ausspielen, welche den Kunden wirklich relevante Produkte und Dienstleistungen vermittelt. Dadurch steigt das Vertrauen und die Loyalität in die eigene Marke und sorgt so für mehr Leads und Conversions.

7. Mobile first

Mobile first ist ein neuer Denkansatz, in dem die Darstellung von Webseiten und das ganze Design auf mobilen Endgeräten, die höchste Priorität besitzt. Ganz nach dem Prinzip: Mobile first, Desktop second.

Mobile first reagiert damit auf die aktuelle Entwicklung, dass Websites immer häufiger von mobilen Endgeräten wie Smartphones und weniger über Desktops aufgerufen werden. Verbraucher kommen damit zuerst auf mobilen Endgeräten mit einem Unternehmen oder einem Produkt in Kontakt, beispielsweise über mobile Ads oder Social Media.

Zudem stellt der Ansatz eine gute Usability und kurze Ladezeiten einer Webseite in den Fokus seiner Entscheidungen. Beides sind wichtige Faktoren, um eine gute mobile Customer Journey zu erreichen und die Absprungraten gering zu halten. Das sorgt langfristig für mehr Conversions und mehr Leads, auch über den Desktop.

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