Die 5 besten Growth Hacks

Die Best Pratices der erfolgreichsten Growth Hacks

Der Begriff Growth Hacking ist in aller Munde. Die Methode stammt aus der Tech-Szene und hat sich hieraus rasant ausgebreitet. Das Prinzip ist simpel: Schnelles Wachstum in kurzer Zeit – sowohl was User als auch den Umsatz betrifft.

Geprägt hat diesen Begriff 2010 Sean Ellis, Gründer und CEO von “Growth Hackers”. Ellis formte, als Mitverantwortlicher im Marketing, Startups wie Dropbox, Evenbrite oder WordPress und machte sie erfolgreich. Besonders sein Schwerpunkt auf das Nutzerfeedback galt als Neuerung im Marketing.

Um ein Gefühl für erfolgreiches Growth Hacking zu bekommen, sollte man sich an den Besten orientieren. Besonders etablierte Unternehmen können hier einiges dazulernen. Aus diesem Grund sind hier die 5 besten Beispiele für Growth Hacks aufgeführt, die die großen Marken wie Dropbox oder Spotify zum Erfolg geführt haben.

Wenn Sie mehr über das Thema Growth Hacking erfahren wollen, empfiehlt sich das Whitepaper des Marketing Verbands.

1. Hotmail: Eine clevere Signatur kann alles verändern

Noch bevor der “Growth Hacking” zum Begriff wurde, lieferte der E-Mail Anbieter Hotmail im Jahr 1996 den ersten und wohl bekanntesten Growth Hack der Geschichte ab.

Relativ bald nach erfolgreicher Gründung stagnierte die Nutzerzahl bei 20.000 Nutzern. Doch die beiden Gründer wollten mehr. Das Hauptproblem war die Frage, wie das Unternehmen ohne nennenswertes Budget neue User erschließen könnte.

Das Resultat: Am Ende jeder E-Mail, die via Hotmail versendet wurde, wurde ein Satz eingefügt “PS: I love you. Get your free e-mail at Hotmail” und ein Hyperlink auf die Hotmail-Registrierungsseite gelegt. Auf dieser hatten die Nutzer die Möglichkeit, einen eigenen kostenlosen E-Mail Account anzulegen. Damals nicht selbstverständlich.

Die Idee einer kostenfreien E-Mail-Adresse war einfach genial. Dieser simple Growth Hack verhalf Hotmail innerhalb von kürzester Zeit 12 Millionen Kunden zu gewinnen – und brachte nach der Übernahme durch Microsoft – 400 Millionen ein.

2. Dropbox: Freunde werben und mehr Speicherplatz erhalten

Dropbox ist einer der bekanntesten Cloud Speicherdienste der Welt und wurde 2008 gegründet. Das Unternehmen hat mittlerweile über 500 Millionen User und macht Milliarden Umsätze.Zu Beginn experimentierte Dropbox noch mit bezahlten Ads. Dabei stellte sich heraus: Die Nutzer brauchen mehr Speicherplatz. Die Idee des Growth Hacks entstand.Der Ansatz war auch hier simple und zugleich brillant. Durch die Implementierung des “referral program” hatten Nutzer die Möglichkeit, durch eine Weiterempfehlung an Freunde 500 MB mehr Speicherplatz zu erhalten. Innerhalb von 15 Monaten stiegen die Userzahlen von 100.000 auf 4 Millionen an.Daraufhin öffnete Dropbox seinen Dienst auch für soziale Plattformen. Likte man das Unternehmen bekam man jeweils wieder 125 MB freien Speicher kostenlos dazu.Zum Erfolg des Unternehmens hat auch die minimalistische Benutzeroberfläche beigetragen. Im weitesten Sinne auch ein weiterer Growth Hack. Durch die wenigen Optionen und einfache Bedienung konnte jeder Dropbox bedienen.Für den Erfolg und die Nachhaltigkeit des Hacks spricht, dass bis heute noch ein Drittel der neuen Anmeldungen aus dem Weiterempfehlungsprogrammen stammen.

3. Sunny Co Clothing: Mit Giveaways zu mehr Sales

Das Startup Unternehmen für Bademoden “Sunny Co Clothing” wurde 2017 von zwei College Studentinnen an der University of Arizona gegründet. Bekannt wurde das Unternehmen durch ihr geniales Marketing auf Instagram, welches mittlerweile als Paradebeispiel für Growth Hacking gilt.

Nachdem die beiden Frauen zu Beginn nur ein paar tausend Follower auf Instagram hatten beschlossen die beiden Giveaways für Badeanzüge zu erstellen. Indem die User unter das Foto eine bestimmten Hashtag posteten und 1$ an eine Alzheimer Stiftung spendeten, bekamen sie einen kostenlosen Badeanzug. Die Zahlen explodierten über Nacht.

Innerhalb weniger Tage hatte das Unternehmen über 700.000 neue Follower auf Instagram – die gesamte Kollektion war ausverkauft. Doch obwohl überall mit Free geworben wurde, mussten die Kunden für das Shipping bezahlen. Damit konnten die Kosten für das Produkt abgedeckt werden. Ein perfekter Growth Hack.

Mittlerweile gehört Sunny Co Clothing zu den größten Bademode Brands auf Instagram.

4. Spotify: Crossmediales Marketing und Freeware

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify ist ein hervorragendes Beispiel für kontinuierliches Growth Hacking. Hier kommen crossmediales Marketing und ein geschicktes Geschäftsmodell zusammen.

Zu Beginn der Markteinführung in den USA verlangte das Unternehmen, sich über Facebook anzumelden. Der exklusive Vertrag mit der Plattform sah vor, dass jeder gehörte Titel direkt auf der eigenen Facebook-Seite gepostet wurde und so mit Freunden geteilt werden konnte. Durch einen Klick konnten sich Freunde den Titel anhören oder sich selbst bei Spotify anmelden.

Spotifys geniales Geschäftsmodell

Spotify nutze zudem ein sogenanntes Freemium-Geschäftsmodell. User konnten sich über Display oder Smartphones kostenlos Songs anhören und mussten im Gegenzug Werbeeinspieler akzeptieren. Alternativ konnte auch gegen eine monatliche Gebühr werbefrei Musik gehört werden.

Die Kombination aus einem niedrigschwelligen Einstiegsangebot und einem quasi automatischen Empfehlungsmarketing hat Spotify in den ersten Monaten zu einem Wachstum von fast 9 Millionen Nutzern verholfen.

Heute gehört Spotify zu den erfolgreichsten Streaming-Diensten und hat mehr als 190 Millionen aktive Nutzer – davon sind fast die Hälfte zahlende Abonnenten.

5. Booking.com: Perfekte Beherrschung des Costumer Desire Map

Booking.com ist eine der erfolgreichsten Hotelplattformen. Das Unternehmen verfügte 2018 über einen Marktanteil von knapp 66 Prozent und dominiert auch in Deutschland den Markt. Doch gerade der Reisemarkt ist riesig und die Konkurrenz groß. Wie also konnte sich das Unternehmen gegen seine Konkurrenten durchsetzen?

Die Antwort: durch die Nutzung der Customer Desire Map. Diese Methode hilft dabei die Emotionen der Zielgruppe zu definieren. Mittels Brainstorming und Interviews wird sich verstärkt mit der Gedankenwelt der User beschäftigt und daraus Strategien entwickelt.

Mit Texten wie “Weltweiter Bestseller” und “Sehr gefragt” wird sowohl Social Proof als auch Verknappung auf den Buchungsseiten vermittelt. Auch der Service einer kostenlosen Stornierung fällt darunter. Dadurch spielt das Unternehmen geschickt mit den Hoffnungen, Träume, Schmerzen und Ängste der Kunden.

Der Growth Hack bei booking.com besteht damit eher aus vielen einzelnen Maßnahmen, die insgesamt zum Erfolg geführt haben. Ein Blick auf die Website lohnt sich, um die dortigen Methoden zu analysieren. Unternehmen können hier gute Ideen für psychologische Growth Hacks gewinnen.

Die Zukunft liegt im Growth Hacking

Die Beispiele zeigen, dass es manchmal nur eine gute Idee und etwas Mut braucht um sein Wachstum zu verbessern. Growth Hacking ist damit das Gebot der Stunde und sollte in Zukunft auch verstärkt Eingang in die strategischen Überlegungen von deutschen Unternehmen finden. Wenn Sie mehr über Growth Hacking erfahren wollen, schauen Sie auf unserem Growth Hacking Guide vorbei.

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