5 Tipps für den perfekten Design Sprint

So werden Ihre Design Sprints zum Erfolg

Um als Unternehmen dauerhaft erfolgreich zu sein, müssen ständig neue Ideen entwickeln werden. Bereits vorhandene Produkte müssen überarbeitet und an veränderte Kundenbedürfnisse angepasst werden. Ein effektives Mittel dieser Herausforderung zu begegnen sind Design Sprints

Was ist ein Design Sprint?

Der permanente Anspruch an Innovationen, stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Wie  können Innovationen entwickelt und gleichzeitig getestet werden? Die Antwort: Design Sprints.

Ein Design Sprint bezeichnet den Prozess eines fünftägigen Workshops, in dessen Verlauf Probleme analysiert, Lösungen entwickelt und Ideen direkt an Kunden getestet werden. Die Methode orientiert sich im Kern an einem Design Thinking Prozess.

2010 wurden Design Sprints zum ersten Mal bei Google Venture eingesetzt. Verantwortlich dafür, war vor allem Jake Knapp, der zahlreiche Startups im Portfolio von Google Ventures betreute und auf Grundlage der Zusammenarbeit den Design Sprint kreierte.

Damit die Durchführung eines Design Sprints auch gelingt, müssen einige Dinge beachtet werden. Aus diesem Grund sind hier die 5 besten Tipps für einen erfolgreichen Design Sprint aufgelistet.

1. Die Challenge definieren

Die Durchführung eines Design Sprints dient dazu, Probleme zu lösen und neue Ideen zu generieren. Daher steht und fällt ein guter Sprint mit der Definition der Challenge. Die Challenge ist die Aufgabe, die das Team im Laufe der Woche lösen möchte.

Zur Erstellung können folgende Fragen helfen:

  • Was ist das Problem?
  • Welche Ziele sollen mit der Lösung des Problems verfolgt werden?
  • Wer ist der Kunde? (optional, sofern bekannt)

Wenn diese geklärt sind, können Ideen zur Lösung der Aufgabe gesammelt und anschließend skizziert werden. Zwei bis drei gute Ideen können dann für die Erstellung des Prototyps ausgewählt werden.

Ein Prototyp macht das Produkt-Konzept visuell greifbar, sodass man im anschließenden User Value Test schnell herausfinden kann, ob das Produkt den Nutzern einen Mehrwert bietet oder nicht.

Am besten sollte die Anzahl der zu testenden Variablen am Prototyp begrenzt sein. Nur so kann ein gezieltes Feedback des Prototyps sichergestellt werden.

2. Realistische Kaufsituation schaffen

Um ein möglichst realistisches Feedback zu erhalten, müssen Kunden bei der Durchführung eines Sprints dazu gezwungen werden, echte Entscheidungen zu treffen. Das Ziel eines neuen Produkt ist es immer, etwas zu schaffen, das die Menschen als wertvoll empfinden und für das sie Geld ausgeben würden.

Allerdings klaffen die Aussagen der Verbraucher, was ihnen gefällt, mit ihrem tatsächlichen Kaufverhalten, oft auseinander. Diese Lücke muss im Design Sprint geschlossen werden. Daher sollte für Testkunden im Sprint eine möglichst reale Kaufsituation geschaffen werden. Nur so lässt sich beurteilen, ob das Produkt einen echten Wert auf dem Markt hat.

Lässt sich keine wirkliche Kaufsituation schaffen, macht es zumindest Sinn, in der ersten Iteration Leads einzusammeln, die sich aus potentiell interessierten Kunden zusammensetzen. Als Nebeneffekt können diese gleich nach Produktlaunch als Kunden akquiriert werden.

3. Einfaches Design

Gutes Design lebt von seiner Einfachheit. Die Frage ist also: Welches ist der kleinste Satz an Funktionen, der entworfen werden kann, um die Probleme der Benutzer zu lösen?

Zu Beginn sollte immer die einfachste Version eines Produkts stehen. Durch das anschließende Benutzerfeedback können dann weitere Funktionen hinzugefügt werden. In den einzelnen Sprintzyklen kann vom einfachen Prototyp auf ein robustes Endprodukt gewechselt werden.

Wenn zum Beispiel eine Webseite optimiert werden soll, sollten die Seiten priorisiert werden, die von Nutzern am häufigsten besucht werden. Etwa die Start,- oder Anmeldeseite. Auf diese Weise kann ein zielgerichtetes Kundenfeedback zu Schwachstellen erhalten werden, ohne vorher viel Geld für deren Aufbau auszugeben.

4. Kombination von Prototypen

Wählen Sie das Format, das Ihre Idee am besten ausdrückt. Es ist gut, einen digitalen Prototypen in einer Woche zu bauen. Allerdings ist auch die Anzahl der Prototypen für einen erfolgreichen Design Sprint wichtig. Nur dadurch können Sie lernen, was ein gutes Produkt von einem schlechten unterscheidet.

Um schnell viele Möglichkeiten durchzuspielen, bietet sich eher der Papier-Prototyp an. Mit diesem können Ideen schnell getestet und aufkommende Gedanken direkt umgesetzt werden. Eine Kombination zwischen digitalen und Papier-Prototypen ist auch möglich.

Wichtig ist dabei immer die konkrete Idee im Blick zu behalten und auch die Vorteile des Papier-Prototypen zu nutzen. Zudem sollte im Design Sprint das Scheitern von Ideen nicht als Problem interpretiert, sondern als Möglichkeit angesehen werden, aus diesen zu lernen.

5. Team motivieren

Ein guter Design Sprint hängt stark von der Mitarbeit und Motivation eines Teams ab. Eine gute Arbeitsatmosphäre ist dafür die Grundvoraussetzung. Dafür sollten im Vorfeld Regeln festgelegt werden, die eine strukturierte Arbeitsweise ermöglichen.

Unproduktive Diskussionen sollten vermieden und Entscheidungen demokratisch getroffen werden. Nur so hat jedes Teammitglied das Gefühl, auch wirklich am Entscheidungsprozess beteiligt zu sein und hat mehr Motivation, auch eigene Ideen einzubringen.

Ein gutes Beispiel, ein Team zu motivieren, ist die Tabata Methode. Das Tabata-Training besteht aus 20 Sekunden intensiver Arbeit, gefolgt von 10 Sekunden Pause. Es ist eine gute Metapher für das Sprint-Prototyping. Es besteht aus intensiven Sprint-Phasen, aber benötigt auch Ruhe, um neue Energie zu tanken.

Deshalb sollten bei der Durchführung des Design Sprints auf ausreichend eingeplante Ruhepausen geachtet werden, in der sich das Team erholen und auf andere Gedanken kommen kann. Dafür kann ein kleiner Spaziergang oder der Besuch eines netten Cafés schon helfen. Nur ein gesundes und entspanntes Team kann auf Dauer produktiv sein und Spaß an der Arbeit haben.

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