Vom stationären Geschäft zum eigenen Onlinehandel

So bauen Sie Schritt für Schritt einen erfolgreichen Onlineshop auf

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Viele stationäre Geschäfte mussten im Zuge der Corona-Pandemie temporär ihre Geschäfte schließen. Das führte zu enormen wirtschaftlichen Einbußen und daraus resultierende Existenzängste. Geschäfte, die bereits über einen eigenen Onlineshop verfügten, konnten ihre Produkte weiterhin online verkaufen und so ihre Existenz sichern. Onlineshops ermöglichen also ein flexibles und standortunabhängiges Wirtschaften und können auch zusätzliche Einnahmen fördern. Unabhängig von der Größe der Firma oder des zu vertreibenden Produktes: Die im Zuge der Digitalisierung entstandenen Online-Marktplätze eröffnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, um das eigene Geschäft standortunabhängig zu erweitern und neue Kunden zu gewinnen – sei es deutschlandweit oder international.

Dieser Guide zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen eigenen Onlineshop erstellen. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie Ihren vorhandenen Onlineshop optimieren und dessen Reichweite steigern, um so noch mehr zahlende Kunden zu gewinnen.

Der Guide ist in drei Themenbereiche unterteilt:

 

1. Die Vorteile eines Onlineshops

Onlineshopping ist ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens vieler Menschen. Allein in Deutschland wurde laut des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel im Jahr 2019 ein Brutto-Umsatz von 72,6 Millionen im B2C-Onlinehandel erzielt. Das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch für die kommenden Jahre wird mit enormen Wachstumszahlen gerechnet.

Die attraktiven Umsatzzahlen im Online-Handel können Sie dazu motivieren, ebenfalls am stetig wachsenden Online-Markt teilzunehmen. Allerdings sehen viele Besitzer stationärer Geschäfte die fehlende Haptik und den nicht weniger vorhandenen Kundenkontakt von Onlineshops als großes Defizit. Demgegenüber stehen jedoch die Nachteile der begrenzten Einkaufs- und Öffnungszeiten sowie des lokal eingegrenzten Kundenkreises eines stationären Geschäfts.

Ein eigener Onlineshop eröffnet den Zugang zum Weltmarkt: Es spielt keine Rolle mehr, wo Sie ansässig sind – Ihre Produkte können Sie weltweit verkaufen und so potenzielle Kunden auch außerhalb ihrer eigenen geografischen Lage erreichen. Außerdem ist Ihr Onlineshop immer geöffnet: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Der Kunde kann bequem von Zuhause aus nach Feierabend oder auch an Sonntagen Ihre Produkte entdecken.

Ein weiterer Vorteil liegt in den geringeren Kosten. Wer einen Onlineshop betreibt, der zahlt zum Beispiel keine Ladenmiete. Zudem benötigt der Onlinehandel weniger Anfangsinvestitionen, da zum Beispiel kein Mobiliar für eine Ladenausstattung benötigt wird – auch ist weniger Personal nötig. Die geringeren Kosten ermöglichen es Ihnen, die Produkte den Endkunden zu attraktiveren Preise anzubieten und zusätzlich in eine professionelle Online-Strategie zu investieren.

Info

E-Commerce ist kein Synonym für den Onlineshop. E-Commerce bezeichnet den elektronischen Vertrieb über das Internet und umfasst Shop, Marketing, Werbung, Zahlungsabwicklung, CRM-System und Verwaltungssoftware. Der Onlineshop ist somit nur ein Teilbereich von E-Commerce.

Vorteile Onlineshopping

Vorteile des Online-Shoppings für den Kunden (Quelle: Bitkom)

Zusätzlich bietet Ihnen ein Onlineshop die Möglichkeit schnell und effektiv das Kundenverhalten zu analysieren. Von wo kommen meine Kunden auf meine Webseite? Welche Produkte werden häufig in Kombination gekauft? Wie viele Webseitenbesucher verlassen den Onlineshop ohne etwas zu kaufen?  Für die Analyse und Auswertung des Kundenverhaltens gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen entscheidende Vorteile gegenüber dem stationären Handel verschaffen: Sie lernen Ihre Zielgruppe genau kennen und erfahren, wie diese sich virtuell durch Ihr Geschäft bewegen. So können Sie jederzeit Ihren Shop optimieren und Ihre Marketingstrategien gezielt anpassen.

Die Vorteile eines Onlineshops auf einen Blick:

  • Zugang zum Weltmarkt
  • Neue Kunden gewinnen
  • Keine Begrenzung durch Öffnungszeiten
  • Geringe Einstiegskosten
  • Attraktive Preisgestaltung
  • Effektive Kundenanalyse

Produkte zum Anfassen sowie der persönliche Kundenkontakt sind Vorzüge, mit denen der stationäre Handel noch immer gegenübear dem digitalen punkten kann. Allerdings bieten Onlineshops als Erweiterung zum stationären Handel zahlreiche Vorteile. Es geht somit nicht darum, sich zwischen Offline- und Onlinehandel entscheiden zu müssen, sondern darum Synergien zu erzeugen: Mit der Anbindung eines Onlineshops an Ihr stationäres Geschäft erweitern Sie Ihren Kundenkreis und steigern folglich auch Ihren Umsatz. Grundvoraussetzung für den Erfolg ist jedoch eine effektive Online-Strategie. In den folgenden Sektionen erfahren Sie, wie Sie Ihren Onlineshop Schritt für Schritt aufbauen und welche Aspekte in Ihrer Online-Strategie eine elementare Rolle spielen.

2. Das Grundgerüst Ihres Onlinehandels: Legen Sie die Anforderungen an den Onlineshop fest

Immer mehr Menschen kaufen online, insbesondere in Zeiten wie der Corona-Krise, wodurch der Umsatz durch E-Commerce stetig wächst. Um erfolgreich an diesem wachstumsstarken Markt teilnehmen zu können, braucht es im Vorfeld eine klare und solide Planung sowie die Vorbereitung einer strategischen Ausrichtung. Legen Sie also von Beginn an die richtigen Rahmenbedingungen Ihrer erfolgreichen Online-Präsenz fest.

Für viele beginnt der erste Schritt im Aufbau eines Onlineshops mit der Wahl eines geeigneten Shopsystems – doch davon gibt es Unzählige. Aus dieser Vielfalt an Shopsystemen die passende Software auszuwählen, ist für zukünftige Onlinehändler gleich zu Beginn eine der wichtigsten Entscheidungen. Lesen Sie in dieser Sektion, welche Anforderungen an einen Onlineshop im Vorfeld definiert werden müssen, um darauf aufbauend das passende Shopsystem zu finden.

E-Commerce Voraussetzungen

Überprüfen Sie zuallererst Ihre bereits bestehende Software: Gibt es ein Warenwirtschaftssystem, beispielsweise SAP, zu dem in Ihrem Onlineshop nur eine Schnittstelle hergestellt werden muss? Sollen die Bestelldaten aus dem Onlineshop in ein anderes System exportiert werden oder müssen Sie nur einen vorhandenen Artikelbestand in den Online Shop importieren?

Falls Sie bisher über keine bestehende Software verfügen, sollten Sie bei der Wahl des passenden Shopsystems darauf achten, dass dieses über entsprechende Features und Tools verfügt, um administrative Prozesse automatisieren zu können. So vermeiden Sie Mehrarbeit und unübersichtliche Datenbeständen – beispielsweise bei den Verkaufszahlen von Onlineshop und stationären Geschäft. Entscheiden Sie zu Beginn auch, ob Ihr Shopsystem in verschiedenen Sprachen verfügbar sein soll.

Zahlungsmethoden

Eine Studie zum Online-Shopping-Verhalten der Deutschen fand 2018 heraus, dass rund 40 Prozent der Online-Käufer ihren Einkauf abbrechen, wenn das von ihnen bevorzugte Zahlungsverfahren nicht angeboten wird. Machen Sie sich also Gedanken, welche Zahlungsmöglichkeiten Sie Ihren Kunden anbieten wollen.

Zu den beliebten Zahlungsmethoden gehören:

  • Sofortüberweisung
  • Kreditkarte
  • PayPal
  • Bankeinzug
  • Per Nachname
  • Ratenzahlung
  • Amazon Pay
  • Überweisung

Laut einer Umfrage in Deutschland von 2019 gehören PayPal, auf Rechnung sowie Lastschrift oder Kreditkarte zu den beliebtesten Zahlungsmethoden bei Online-Käufen. Wenn Sie also Ihre Auswahl an Zahlungsmethoden festlegen, integrieren Sie auch diese, mit denen Kunden online am liebsten bezahlen. Hohe Geldbeträge werden womöglich aus Aspekten der Absicherung gern per Rechnung bezahlt. Dafür spricht ein Ergebnis der Studie „Online-Payment 2019“, die ergab, dass Zahlungen per Rechnung am umsatzstärksten sind. Wenn Sie also hochpreisige Produkte oder Dienstleistungen anbieten, ist die Bezahlmethode auf Rechnung besonders wichtig für Ihren Shop.

Zahlungsmethoden Onlineshop

Die beliebtesten Zahlungsmethoden bei Online-Bestellungen in Deutschland 2019 (Quelle: Statista 2020)

Versandoptionen

Eine Studie von PWC fand heraus, dass Online-Shoppern eine kostenlose Lieferung und die Option zur Sendungsverfolgung besonders wichtig ist. Zudem hat eine Auswahl an verschiedenen Paketdienste (DHL, Hermes, etc.) für viele Kunden einen hohen Stellenwert. Der Grund: 83 Prozent der Online-Käufer legen Wert darauf, von einem Dienst beliefert zu werden, mit dem sie gute Erfahrungen gemacht haben. Überlegen Sie also im Vorfeld, welche Versandoptionen Sie Ihren Kunden anbieten wollen und ab welchem Betrag eine kostenlose Lieferung möglich sein könnte.

Kunden-Accounts 

In vielen Onlineshops können Kunden sich registrieren und hierdurch ein persönliches Kundenkonto erhalten, indem zum Beispiel Versand- und Rechnungsadresse hinterlegt wird. Das führt zu einem schnelleren und einfacheren Kaufabschluss – ein Vorteil für Sie und für Ihre Stammkunden. Zusätzlich können Details zur Bestellung (Sendungsverfolgung) jederzeit aufgerufen werden. Legen Sie auch fest, ob Kunden Lieblingsartikel speichern können, um diese zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Eine weitere Überlegung ist, ob Käufer Ihre Produkte bewerten können und wenn ja, wie: In Textform, mit einem Punktesystem oder beidem? Der Vorteil: Kundenbewertungen sind ein wichtiges Entscheidungskriterium beim Online-Shopping. Erfahren potenzielle Kunden, dass andere Nutzer bereits positive Erfahrungen gemacht haben, schenken sie dem Onlineshop mehr Vertrauen. Zusätzlich können Kundenbewertungen zu einem besseren Ranking bei Google und Co. führen, insbesondere bei lokalen Suchanfragen.

Produktpräsentation

Die verschiedenen Shopsysteme bieten unterschiedliche Möglichkeiten für die Präsentation von Produkten an – von Einzelbildern über Videoformate bis hin zu 360 Grad-Ansichten sowie 3D-Darstellungen ist alles möglich. Legen Sie also im Vorfeld fest, wie Ihre Produkte online präsentiert werden sollen: Gibt es ein Produkt in verschiedenen Farben oder Größen oder möchten Sie mehrere Bilder einem Produkt zuordnen?

Detailbilder geben Ihren Kunden einen guten Einblick in die Verarbeitung und das Material des Produktes. Hierfür sind Zoom-Funktionen oder sogar professionelle Produktvideos hilfreich. Versuchen Sie dem Vorteil des haptischen Erlebens in einem lokalen Geschäft so nah wie möglich zu kommen. Wenn es sich bei Ihren Produkten um technische Innovationen handelt, die bisher nur von wenigen Menschen genutzt wurden, ist es sinnvoll, das Produkt auch in seiner Verwendung zu zeigen.

Info

Überzeugen Sie Ihre Kunden mit hochwertigen Produktdarstellungen, die gekonnt in Szene gesetzt sind, denn ein Foto mit dem Smartphone genügt keinesfalls. Innovative Technologien bieten Ihnen heute völlig neue Möglichkeiten. Auch kurze Filme eignen sich sehr gut, um die Handhabung der angebotenen Waren zu verdeutlichen. Inszenieren Sie also ihre Produkte und schaffen Sie ein digitales Einkaufserlebnis.

Entscheiden Sie im Vorfeld auch wie viele Produkte Sie in Ihrem Onlineshop anbieten wollen, denn nicht alle Shopsysteme können eine große Anzahl an Produkten verwalten. Wenn Sie eine große Produktauswahl anbieten, ist eine  Filterfunktion sinnvoll. Kunden können so nach bestimmten Kriterien (Farbe, Preis, Größe, etc.) die gesuchten Produkte schneller finden.

Checkliste: Grundlegende Fragen zu den Shop-Anforderungen:

  • Kann die bestehende Software mit dem Shopsystem verknüpft werden?
  • Über welche Sprachen soll der Onlineshop verfügen?
  • Welche Zahlungsmöglichkeiten möchten Sie zur Verfügung stellen?
  • Welche Versandoptionen sind möglich?
  • Können Kunden-Accounts angelegt werden?
  • Wie viele Produkte werden zu Beginn angeboten?
  • Wie oft sollen Produkte geändert oder ergänzt werden?
  • Wie viele Produkte sollen insgesamt angeboten werden?
  • Wie  werden die Produkte präsentiert?
  • Gibt es eine Filterfunktion für die Produktsuche?

Auf der Grundlage Ihrer festgelegten Anforderungen können Sie gezielt ein passendes Shopsystem finden. In der Sektion 6 erfahren Sie, worin sich die unterschiedlichen Anbieter voneinander unterscheiden. Doch zunächst gilt es das Produktangebot zu definieren. Lesen Sie in der folgenden Lektion, was Sie bei Ihrer Produktauswahl beachten sollten

3. So definieren Sie Ihr Produktangebot für den Onlineshop

Ihr stationäres Geschäft verfügt bereits über ein breites Produktsortiment. Das verleitet häufig dazu die gesamte Produktpalette online zur Verfügung zu stellen. Konzentrieren Sie sich zu Beginn lieber auf Ihre Kernprodukte. Zu viele verschiedene Warengruppen in einem Produktsortiment wirken häufig wie ein konzeptloser Gemischwarenshop. Wenn Sie zum Beispiel Honig aus eigener Herstellung verkaufen, dann fokussieren Sie sich im Anfangsstadium auf den Honig und nicht auf die Teetassen oder das Imkerzubehör. Der Vorteil: Mit diesem sogenannten tiefen Sortiment haben Sie es mit einer sehr klar definierbaren Zielgruppe zu tun. Das vereinfacht die Vermarktungschancen. Mit einem breiten Sortiment müssen Sie auch eine größere Zielgruppe ansprechen.

Info

Bieten Sie im Anfangsstadium wenige, aber auf die Kernzielgruppe fokussierte Produkte an und erweitern Sie Ihr Sortiment erst nach und nach. So erreichen Sie langfristigen Erfolg.

Sollten Sie nach einiger Zeit Ihr Warensortiment erweitern, kategorisieren Sie Ihre Waren in Produktgruppen. So behalten Sie bei einer größeren Produktvielfalt den Überblick. Vor allem für den Kunden sollte der Onlineshop übersichtlich strukturiert sein. Enthält ein Sortiment mehrere Kategorien, dann bieten sich zum Beispiel Pulldown-Menüs für einen schnelleren Überblick an. Eine gelungene Shopstruktur bietet Ihren Kunden somit eine gute Usability und User Experience. Denn findet der Kunde nicht sofort das Produkt das er sucht, schaut er sich schnell woanders um.

Wie in der Sektion Die Vorteile eines Onlineshops bereits erläutert, besticht der stationäre Handel durch das haptische Erlebnis seiner Produkte. Informationen, die Kunden sinnlich aufnehmen (Material, Größe, Farbigkeit, Gewicht, etc.), sollten Sie im Onlineshop in Form von zusätzlichen Informationen aufbereiten. Lassen Sie Ihre Kunden nicht im Unklaren: Versetzen Sie sich in die Lage des Käufers und überlegen Sie, welche Produktinformationen Sie selbst interessant und wichtig finden würden. Detaillierte Produktbeschreibungen sorgen weiterhin für ein besseres Ranking in Suchmaschinen: So werden Sie von potenziellen Kunden online besser gefunden. Mehr zum Thema Suchmaschinenmarketing lesen Sie in der Sektion 8.

4. Lernen Sie von der Konkurrenz: Die Wettbewerbsanalyse

Amazon, Ebay oder Zalando – wer einen eigenen Onlineshop erstellen möchte, kommt an diesen Marktriesen nicht vorbei. Lohnt sich ein eigener Shop überhaupt, wenn der E-Commerce Markt von diesen global Playern dominiert wird? Fakt ist, der Online-Markt ist hart umkämpft: Sie werden nicht der einzige Anbieter mit Ihrem Produkt auf dem Onlinemarkt sein, das ist in der heutigen Zeit kaum mehr möglich. Selbst in den Nischenmärkten findet sich längst nicht mehr nur ein Anbieter für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung.

Top Ten Onlineshops in Deutschland
Quelle: Statista

Wie können Sie diesen Umstand dennoch für sich nutzen? Analysieren Sie Ihre Mitbewerber: Erkennen Sie die Schwächen und entwickeln Sie basierend darauf Strategien, wie Sie mögliche Marktlücken schließen können. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie in dieser Sektion zum Thema Markt,- Konkurrenz- und Wettbewerbsanalyse.

Die Marktanalyse

Im ersten Schritt nehmen Sie eine Marktanalyse vor. Mit dieser finden Sie heraus, wie Ihr Unternehmen auf dem Markt positioniert ist. Das bezieht sich auf den objektiv betrachteten aktuellen Marktzustand in konkreten Zahlen und Fakten. Der erste Schritt einer Marktanalyse ist somit das klare Abstecken des zu untersuchenden Marktes – das bedeutet den Zielmarkt genau zu definieren. Verkaufen Sie in ihrem stationären Geschäft Kleidung aus fairer Produktion, dann analysieren Sie das Marktsegment für Fair Trade oder Bio-Kleidung. Sammeln Sie konkrete Zahlen und Fakten über die Bedürfnisse der Zielgruppe, das Marktpotenzial oder über aktuelle Trends.

Die gesuchten Zahlen erhalten Sie häufig über Fachverbände, Industrie- und Handelskammern, Kreditinstitute, statistische Landes- und Bundesämter oder auch bei wirtschaftswissenschaftlichen Instituten. Zusätzlich können Sie sowohl online, als auch telefonische und persönliche Umfragen durchführen. Für Online-Umfragen gibt es zahlreiche Tools, wie zum Beispiel qualtrics, 2ask oder Crowdsignal, mit denen Sie Fragebögen erstellen und auswerten können.

Checkliste: Fragen, die bei einer Marktanalyse berücksichtigt werden sollten:

  • Was genau ist mein Zielmarkt?
  • Wie groß ist das Marktsegment?
  • Welche Chancen bestehen für neue Artikel und Produkte?
  • Gibt es nicht ausgeschöpfte Marktpotenziale?
  • Welche Markteintrittsbarrieren können bestehen?
  • Ist der Markt bereits gesättigt?
  • Mit welcher Entwicklung ist in der Zukunft zu rechnen (Markttrends)?

Die Konkurrenzanalyse

Im zweiten Schritt führen Sie eine Konkurrenzanalyse durch. Auch hier sammeln Sie Zahlen, Daten und Fakten, insbesondere über die Stärken und Schwächen Ihrer Mitbewerber. Auf diese Weise finden Sie heraus, wie Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben und Ihre Produkte anders positionieren, beziehungsweise besser vermarkten können.

Geben Sie in Ihrer Google-Suche die Begriffe ein, mit denen Kunden nach Ihren Produkten suchen würden. Google wird Ihnen eine Vielzahl an Anbietern anzeigen: Das sind Ihre Mitbewerber. Legen Sie nun eine Tabelle mit Kategorien an, wie z. B. Konzern oder Privatanbieter, Angebot, Preise, Produktdarstellung, Zielgruppe, Design, Social Media, etc. und sammeln Sie sämtliche Informationen zu diesen Kategorien. So können Sie Ihre Mitbewerber am Ende exakt miteinander vergleichen.

Sie können in Ihrer Konkurrenzanalyse auch noch einen Schritt weitergehen: Abonnieren Sie die Newsletter, führen Sie Testkäufe durch, um beispielsweise Lieferzeit und Verpackung zu beurteilen oder bewerten Sie den Kundenservice.

Idealerweise haben Sie während Ihrer Analyse ein Feature gefunden, das Ihren Mitbewerbern fehlt: Ihre Chance diese Marktlücke zu füllen und sich mit dem eigenen Onlineshop von den Mitbewerbern abzuheben. Entwickeln Sie aus dieser Analyse Ihren Unique Selling Point (USP) – Ihr Alleinstellungsmerkmal.  Sobald Sie diesen festgelegt haben, können Sie daraus Ihre Werbebotschaft entwickeln.

USP erklärt

Die Wettbewerbsanalyse

Auf den Erkenntnissen der Markt- und Konkurrenzanalyse basiert die Wettbewerbsanalyse. Diese bezieht sich auf die gesamten Marketing- und Vertriebsstrategien Ihrer Mitbewerber. Bewerten Sie auf der Grundlage Ihrer gesamten Recherche, was Sie von Ihren Mitbewerbern lernen können. Wo können Sie Ihre eigenen Strategien anpassen, um sich deutlich von Ihren  Konkurrenten zu unterscheiden?

Fazit

Um für Ihren Onlineshop eine effektive Marketing- und Vertriebsstrategie zu entwickeln, reicht eine einmalig durchgeführte Wettbewerbsanalyse nicht aus. Es bedarf einer regelmäßigen Analyse Ihrer Mitbewerber und natürlich auch Ihrer vorhandenen und potentiellen Kunden. Nur so können Sie auf dem umkämpften Online-Markt Wettbewerbsvorteile verschaffen. Verlieren Sie Ihre Mitbewerber nie aus den Augen, sie alle werden mögliche Fehler beheben – die Konkurrenz schläft nie.

Markt- und Wettbewerbsanalyse

Quelle: Nadeem Ahmad

Marketing Break

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5. Welcher Onlineshop ist der beste? So finden Sie das passende Shopsystem

Wie bereits in der Sektion 2 erwähnt, gibt es unzählige Anbieter, mit denen Sie einen Onlineshop erstellen können. Da Sie bereits einen detaillierten Anforderungskatalog erstellt haben, wissen Sie genau, welche inhaltlichen und technischen Anforderungen Ihr Shopsystem erfüllen muss – das wird Ihnen die Wahl erleichtern. In dieser Sektion erfahren Sie, welche vier grundlegenden Möglichkeiten Sie haben, um einen Onlineshop aufzubauen.

Für den Bau eines Onlineshops stehen Ihnen vier Varianten zur Verfügung:

  1. Baukasten-Shopsystem
  2. WordPress inklusive Plugins
  3. Vollwertige Shopsoftware
  4. Eigenentwicklung
  5. Onlineshop über eine Agentur erstellen

Ein Onlineshop mit einem Baukastensystem erstellen

Ein Baukastensystem für den Aufbau eines Onlineshops zu nutzen, ist die einfachste Variante und eignet sich deshalb insbesondere für Verkäufer ohne IT- oder Programmierkenntnisse. Denn dank der vorgefertigten Baukästen brauchen Sie sich nur für ein vorgegebenes Design zu entscheiden, welches Sie dann mit ausgewählten Templates und Features erweitern und individuell gestalten können. Der Vorteil: Im Vergleich zu anderen Shopsystemen spart Ihnen diese Variante sehr viel Zeit. In vielen Baukastensystemen sind sogar Schnittstellen zu Zahlungsanbietern, Bewertungssystemen oder erweiterte Funktionen für den Checkout, wozu Zahlungsmethoden und Versandoptionen zählen, integriert. Auch das Hosting wird von vielen Baukastensystem-Anbieter häufig schon abgedeckt.

Trotz der Zusatzfunktionen können Online-Händler mit Baukasten-Shopsystemen an Ihre Grenzen stoßen: Viele Anbieter haben eine begrenzte Skalierbarkeit und Flexibilität. Das bedeutet: Online-Händler können hier nur eine begrenzte Anzahl an Produkten vertreiben und das Design nicht individuell anpassen. Zudem existiert oft keine Einrichtung zu eigenen Schnittstellen, wie zum Beispiel zur Warenwirtschaft oder zu bestimmten Zahlungsanbietern. Auch hinsichtlich der Suchfunktion und der Kategorisierung von Produkten stoßen Online-Händler mit diesen Systemen an ihre Grenzen. Für einen kleinen bis mittleren Onlineshop hingegen reicht ein Baukasten-Shopsystem aus. Mit einem Baukasten-Shopsystem kann kein komplett eigener Onlineshop mit erweiterten Funktionen aufgebaut werden. Wenn Sie also ein langfristig ausgelegtes und professionelles E-Commerce Business planen, sollten Sie sich eher für ein anderes Shopsystem entscheiden.

Beispiel Onlineshop Baukastensystem

Als Beispiel für ein Baukasten-Shopsystem dient der Onlineshop des litauischen Bettwäscheherstellers Genix, welcher über das Shopsystem von Jimdo erstellt wurde.

Ein Großteil der Anbieter von Baukasten-Shopsystemen bieten sogenannte Mietshops an. Dabei handelt es sich um ein System, das von Online-Händlern monatlich in Anspruch genommen wird. Häufig wird dieses Shopmodell als „Software as a Service“-Modell (SaaS) angeboten. Die monatlichen Mietkosten liegen, je nach Anbieter und zusätzlich gewünschter Upgrades, zwischen 19 Euro und 200 Euro. Anbieter von Mietshops sind beispielsweise Jimdo oder Strato. Im Gegenzug dazu gibt es auch Kauf-Modelle: Hierbei erwerben Shopbetreiber die Software für ein Shopsystem, welches anschließend angepasst werden kann. Jedoch sind hierfür erweiterte IT- und Programmierkenntnisse nötig. Anbieter solcher Kaufshops sind zum Beispiel Gambio, Shopware (ab Professional Edition) oder JTL-Shop.

Anbieter von Baukasten-Shopsystemen:

  • Shopify
  • Jimdo
  • WIX
  • Weebly
  • 1&1 IONOS
  • STRATO
  • ePages

CMS-Erweiterung: Einen WordPress-Onlineshop bauen

Das Content Management System (CMS) WordPress ist vor allem für Blogs und Webseiten konzipiert und bekannt. Wenn Sie bereits Ihre Webseite mit WordPress erstellt haben, können Sie durch eine Vielzahl von zusätzlichen Plugins und Themes Ihren eigenen Onlineshop flexibel (an)bauen. Dieses Variante eignet sich sowohl für kleinere, als auch für größere Onlineshops. Falls Sie noch keine Webseite besitzen, können Sie mit WordPress und wenigen Programmierkenntnissen kostenlos Ihren Webauftritt erstellen. Kosten entstehen erst für das Hosting, Premium-Templates oder für bestimmte Plugins. Im Gegensatz zu den Baukasten-Shopsystemen haben Sie mit einem WordPress-Onlineshop deutlich mehr Möglichkeiten in der Gestaltung und Skalierung. So können Sie das Design Ihren individuellen Wünschen anpassen und es steht Ihnen für jeden Anwendungsfall ein entsprechendes Plugin zur Verfügung, beispielsweise für Mitgliederseiten, Mehrsprachigkeit oder Buchungs-Engines, mit denen Sie Ihren Webshop jederzeit erweitern können.

Allerdings müssen WordPress-Versionen regelmäßig aktualisiert werden, da Ihr Onlineshop ansonsten angreifbar wird. Häufig können dabei Konflikte mit einzelnen Plugins entstehen, die im schlimmsten Fall den gesamten Onlineshop lahmlegen können. Auch die Installation ist nicht ganz trivial und setzt technische Grundkenntnisse voraus.

Beispiele für einen mit WordPress und entsprechenden Plugins erstellen Onlineshop sind die Seiten von Unternehmen wie roughguides oder yoyobestbuy.

Beispiel WordPress-Onlineshop

Ein weiteres Beispiel für einen mit WordPress gebauten Onlineshop ist die Webseite von scufgaming.

Content Management Systeme, mit denen sich durch zusätzliche Plugins ein Onlineshop erstellen lässt:

  • WordPress
  • TYPO3
  • Joomla

Open Source Shopsoftware: Eine vollwertige Shopsoftware nutzen

Eine weitere Variante um einen Onlineshop zu erstellen, ist es ein professionelles Shopsystem zu nutzen. Für das Aufsetzen und die Einrichtung benötigen Sie allerdings erweiterte IT- und Programmierungskenntnisse oder das nötige Budget, um einen Programmierer oder eine Agentur zu engagieren. Denn das komplette Shopsystem muss von Grund auf selbst installiert, angepasst und individualisiert werden. Hinzu kommt das Hinzufügen von Popups mit Informationen über Cookies, Tracking-Maßnahmen, Integration von Zahlungsmethoden und weiteren Schnittstellen sowie die Einrichtung eines guten Backup-Systems oder auch Integrieren hoher Sicherheitsstandards – all diese zusätzlichen Funktionen und Aspekte kosten im Vergleich zu Baukasten-Shopsystemen sehr viel Zeit und Geld.

Eine Open Source Shopsoftware bietet dafür aber auch eine Vielzahl an Vorteilen: Sie können Ihren Onlineshop nach Ihren individuellen Vorstellungen für Design und Funktionen erstellen, eine unbegrenzte Anzahl an Produkten vermarkten und diese flexibel neu anpassen und erweitern. Mit einem professionellen Shopsystem können Sie sich mit Ihrem Onlineshop von Ihre Wettbewerbern abgrenzen und somit auch eine gute Grundlage für Ihren Markenaufbau schaffen.

Aufgrund der technischen Herausforderung und der erhöhten Kosten eignen sich Open-Source Shopsysteme für professionelle Onlineshop-Händler, die bereit sind, in ihren Erfolg zu investieren. Ein Unternehmen, das eine Open Source-Shopsoftware des Anbieters Magento nutzt, ist beispielsweise Saint Charles.

Beispiel Onlineshop Open Source Shopsoftware

Auch das niederländisches Bekleidungsunternehmen Hunkemöller nutzt Magento für seinen Onlineshop.

Anbieter von Open Source Shopsoftware:

  • Magento
  • xt:Commerce
  • Shopware
  • Gambio
  • OpenCart
  • Oxid
  • Spree Commerce

Den Onlineshop selbst bauen – ohne Shopsystem

Mit einer Shopsystem-Eigenentwicklung können Sie Ihren Onlineshop maßgeschneidert für ihre Anforderungen programmieren (lassen). Die Kosten hierfür liegen häufig im 5- bis 6-stelligen Bereich. Große Unternehmen wie Otto oder Zalando entwickelten Ihren Webshop durch Programmierer und Webdesigner nach ihren individuellen Wünschen, denen keinerlei Grenzen gesetzt sind. Wer ein hohes Budget zur Verfügung hat, um Agenturen, Programmierer und Webdesigner für die Erstellung des Onlineshops engagieren zu können, einen langfristigen und stetig wachsenden Webshop plant, für den kann sich ein Onlineshop in Eigenentwicklung lohnen.

Den Onlineshop durch eine Agentur erstellen lassen

Wenn Sie selbst keinen Onlineshop erstellen möchten, können Sie auch eine professionelle Agentur beauftragen. Nach einem intensiven Beratungsgespräch übernimmt die Agentur den kompletten Aufbau Ihres Onlineshops und gestaltet diesen nach Ihren individuellen Wünschen. Zudem können Agenturen für Sie zum Beispiel suchmaschinenoptimierte Produkttexte oder Blogbeiträge verfassen und professionelle Produktfotos erstellen. Der Vorteil: Sie gewinnen dadurch mehr Zeit. Zusätzlich haben sie langfristig einen Ansprechpartner, sobald technische Probleme auftreten oder wichtige Updates notwendig werden. Wer also einen professionellen Onlineshop mit zusätzlichen Funktionen und einem individuellen Design möchte und selbst nur wenige IT-Kenntnisse hat, der ist mit einer Agentur als Partner gut beraten. Allerdings benötigen Sie hierbei die notwendigen finanziellen Mittel, um die Kosten der Agentur tragen zu können: Im Vergleich zu einem einfachen Baukastensystem liegen die Kosten hier häufig höher. Wie viel der Aufbau eines Onlineshops durch eine Agentur kostet, kann nicht pauschal definiert werden. Die Kosten hängen zum einen von dem Shopsystem, den individuellen Funktionen und zum anderen von der Agentur selbst ab.

Fazit

Die Wahl des passenden Shopsystems ist abhängig von unzähligen individuellen Kriterien, weshalb es keine Pauschalempfehlung für ein System geben kann. Denken Sie an Ihren Anforderungskatalog und überlegen Sie, welche Ziele sie mit Ihrem Onlineshop erreichen wollen. Legen Sie auch das Budget für das Aufsetzen und Entwickeln Ihres Webshops fest. Das Zusammentragen all dieser Kriterien wird Ihnen die Wahl des richtigen Shopsystems vereinfachen.

6. Drei beliebte Shopanbieter im Vergleich: Shopify, Magento, WooCommerce

In der letzten Sektion haben Sie erfahren, wie unterschiedlich Sie einen Onlineshop bauen können. Nun stellen wir Ihnen beliebte Anbieter der einzelnen Shopsysteme näher vor. Die Auswahl stellt die aktuell beliebtesten und nutzerstärksten Systeme in Deutschland dar.

Onlineshop mit Shopify erstellen

Mit Shopify können Sie schnell und einfach einen Onlineshop erstellen. Dafür ist kein Aufwand für Server und Entwicklungskosten, die bei gehosteten Plattformen entstehen können, nötig. Nicht ohne Grund gehört Shopify daher zu den weltweiten Marktführern unter den Baukasten-Shopsystemen. Das System gilt als benutzerfreundlich und bietet trotz Baukastenmodell eine Vielzahl an modernen Design Templates, zusätzlichen Funktionen und relevanten Zahlungs- und Versandmethoden. Eine Besonderheit: Die Anzahl der zu vermarktenden Produkte für Onlinehändler ist hier unbegrenzt. Zusätzlich können Sie über Shopify auch auf anderen Kanälen verkaufen, wie zum Beispiel auf Amazon, Facebook, Pinterest oder Ebay.

Shopify verfügt zwar über eine breite Designauswahl, jedoch sind hiervon nur sehr wenige kostenfrei. Bis zu 180 USD können solche Design-Templates mitunter kosten – damit liegen die Preise deutlich über denen der WordPress-Designs. Wenn Sie Ihren Onlineshop mehrsprachig ausrichten wollen, sind Sie bei Shopify auf die Hilfe von Plugins angewiesen. Diese lassen sich jedoch nur mit erweiterten Programmierkenntnissen installieren. Auch wenn Sie einen Schwerpunkt auf ausgeprägtes Content Marketing legen, werden Sie bei Shopify womöglich an Grenzen stoßen.

Die regelmäßigen Kosten für Shopify können, je nach Vertrag, unterschiedlich ausfallen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die monatlichen Kosten, welche aktuell in USD berechnet werden. Zudem berechnet Shopify für jede Bestellung zusätzlich zu den monatlichen Kosten bis zu 2% Transaktionsgebühren.

Shopify Preise

Wenn Sie allerdings das Bezahlungs-Gateway Shopify Payments integrieren, sparen Sie die Transaktionsgebühren. Mit diesem Service können Sie in Ihrem Onlineshop Kreditkartenzahlungen, Sofort-Überweisungen und Zahlungen über Klarna oder auch PayPal anbieten.

Shopify eignet sich ideal, wenn Sie schnell, kostengünstig und mit wenigen Programmierkenntnissen einen Onlineshop erstellen möchte – auch mit Blick auf die monatlichen Kosten stellt der Anbieter eine günstige Variante dar. Für größere Onlineshops hingegen, mit hohen individuellen und flexiblen Anforderungen eignet sich dieser Shopanbieter aufgrund der fehlenden Konfigurations- und Anpassungsmöglichkeiten eher nicht. Wie ein Onlineshop mit Shopify aussehen kann, zeigt Ihnen die Seite des Unternehmens ekomia.

Beispiel Onlineshop Shopify

Onlineshop mit Magento bauen

Magento ist eine Open-Source-Shopsoftware, die 2018 durch den Konzern Adobe übernommen wurde. Das Shopsystem bietet eine umfassende Palette an Marketing-, Promotion- und Conversion-Tools und viele Möglichkeiten, um den Shop modular und individuell anzupassen. Außerdem haben Sie mit der microtech Magento-Schnittstelle für die Warenwirtschaft in Sachen standardisierte E-Commerce Prozesse ein Rundum-Sorglos-Paket. Zusätzlich bietet Magento ein bereits integriertes Content-Management-System für Informationsseiten und Landingpages. Ideal, wenn Sie zum Beispiel regelmäßig Blogbeiträge passend zu Ihren Produkten verfassen wollen. Mit Magento können Sie eine unbegrenzte Anzahl an Produkten vermarkten, auch das Einbinden der Mehrsprachigkeit im Onlineshop ist einfach möglich.

Allerdings setzt das umfangreiche Portfolio auch Programmierkenntnisse voraus. Das Erstellen eines Onlineshops mit Magento kostet demnach auch mehr Zeit. Zudem sind die Gebühren im Vergleich zu Baukasten-Shopsystemen höher.

Die Kosten für einen Magento Onlineshop orientieren sich an verschiedenen Faktoren. Ein pauschaler Endpreis ist schwer zu benennen, da die individuellen Kosten von den gewählten Serviceleistungen oder den individuellen Warenwirtschaftssystem abhängig sind. Magento ist in zwei Editionen erhältlich: Die Community Edition ist für Nutzer aktuell kostenlos. Bezahlt werden lediglich Dienstleistungen für die Installation, Pflege oder diverse Erweiterungen sowie Kosten für Server-Hosting. Diese Version ist für Einsteiger zu empfehlen und insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen geeignet. Größeren Unternehmen wird die umfassendere Enterprise-Edition empfohlen. Hier beginnen die Kosten bei USD 2.000 pro Monat.

Für kleine bis mittlere professionelle Onlineshops, die individuelle Anforderungen umsetzen, multinational mit verschiedenen Sprach- und Währungen agieren wollen und über ein breites Produktangebot verfügen, kann Magento das passende Shopsystem sein. Doch aufgrund der hohen Komplexität und Hardwareanforderungen ist das System für kleinere Onlineshops und für schnell umzusetzende Shop-Vorhaben weniger geeignet.

Onlineshop mit WooCommerce entwickeln

WooCommerce ist ein weltweit bekanntes WordPress-Plugin, das auf der eigenen WordPress-Website integriert wird. Laut eigenen Angaben verzeichnet das Tool Downloads in zweistelliger Millionenhöhe. Grund hierfür ist nicht nur, dass das Plugin kostenfrei angeboten wird, sondern auch, dass WooCommerce eine Vielzahl an Bedürfnissen im Bereich E-Commerce abdeckt: Dazu gehören zum Beispiel bereits vorhandene Schnittstellen zu Zahlungsdienstleistern wie Amazon Pay oder Klarna sowie zahlreiche Anbindungen an Buchhaltungssysteme, POS Systeme und Lagerverwaltungen, wie zum Beispiel Lexoffice, Billbee oder Sevdesk.

Die Grundversion von WooCommerce ist zwar kostenlos, doch Sie können das Plugin durch eine Vielzahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen ergänzen und Ihren Onlineshop so flexibel und individuell gestalten. Die zusätzlichen Plugins müssen jedoch manuell eingerichtet werden – das kann etwas komplizierter werden. Ebenfalls hinzugefügt werden müssen Elemente wie das SSL-Zertifikat (Secure Sockets Layer) oder Sicherungswerkzeuge, um Backups zu erstellen. Dafür übernimmt die Plattform regelmäßige Softwareupdates. Das Plugin erfordert zwar erweiterte Programmierkenntnisse, doch in Kombination mit WordPress erhalten Sie ein mächtiges Content Management System.

Interessant

Wer Hilfe bei der Arbeit mit WooCommerce benötigt, der kann auf die Unterstützung einer großen Community bauen. Auch in Deutschland gibt es ein Community-Forum, welches Fragen zur WooCommerce beantwortet.

WooCommerce wurde für den US-Markt entwickelt, daher können Sie es nicht ohne weiteres in Deutschland einsetzen. Mit dem kostenlosen Plugin WooCommerce Germanized ergänzen Sie wichtige Shop-Bausteine, die Ihren Onlineshop in Deutschland rechtssicher machen. Grundsätzlich eignet sich das Plugin sowohl für kleine als auch für größere Shops. Kleinere Unternehmen profitieren von den niedrigen Kosten, während größere Onlineshops die Flexibilität des Shopsystems ausschöpfen können. Wenn Sie bereits mit WordPress arbeiten, werden Sie sich schnell mit dem Plugin vertraut machen.

Fazit

Baukasten-Shopsysteme wie Shopify gelten als ideale Lösungen, um ohne viel Aufwand und in relativ kurzer Zeit Onlineshops für kleine und mittlere Unternehmen zu erstellen. Anbieter wie Magento und WooCommerce eignen sich eher für mittlere bis größere Projekte, da Sie mehr Flexibilität, Individualität und zusätzliche Funktionen bieten. Dafür erfordern diese Shopsysteme häufig erweiterte IT- und Programmierkenntnisse.

7. Bevor Sie online gehen: So machen Sie Ihren Onlineshop rechtssicher

Nachdem Sie sich für ein Shopsystem entschieden haben und darin Ihre Kernprodukte mit ansprechenden Inhalten eingepflegt haben, können Sie es sicher kaum erwarten Ihren Onlineshop im digitalen Raum zu “eröffnen”. Doch ein letzter Schritt fehlt noch: Die rechtssichere Gestaltung Ihres Onlineshops. Erfahren Sie In dieser Sektion, welche Informationen auf keinen Fall in ihrem Onlineshop fehlen dürfen

Die Anbieterauskunft: das rechtssichere Impressum

Sie als Betreiber einer geschäftsmäßig geführten Website sind dazu verpflichtet ein Impressum anzulegen, um eine detaillierte Auskunft über Sie als Anbieter zu geben (Anbieterkennzeichnung). Fehlt ein rechtssicheres Impressum oder weist dieses Mängel auf, drohen Bußgelder und Abmahnungen. Wer hier fahrlässig handelt, muss mitunter Strafen von bis zu 50.000 Euro zahlen.

Checkliste: Laut Telemediengesetz (§5 TMG) gehören folgende Angaben in ein rechtssicheres Impressum:

  • Name und Anschrift der Niederlassung
  • Rechtsform bei juristischen Personen
  • Vertretungsberechtigte des Unternehmens
  • Angaben zur elektronischen Kontaktaufnahme
  • jeweilige Aufsichtsbehörden, insofern erforderlich
  • insofern vorhanden Registerkennzeichnungen (Handelsregister oder Genossenschaftsregister)
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bzw. Steuernummer

Anforderungen an den Datenschutz (DSGVO)

Mit Ihrem Onlineshop erheben, speichern und verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Dazu gehören zum Beispiel Anzahl und Verweildauer von Webseitenbesuchern und Kunden- und Bestelldaten. Aus diesem Grund benötigen Sie zwingend eine Datenschutzerklärung (DSGVO), die Ihre Nutzer darüber informiert, wie Sie mit welchen Daten umgehen.

Betrachten Sie die Datenschutzerklärung nicht nur als rein formalen Akt: Viele Kunden legen sehr viel Wert darauf zu erfahren, was mit ihren personenbezogenen Daten passiert. Mit einer Datenschutzerklärung zeigen Sie transparent, wie Sie mit den Daten umgehen. Der datenschutzkonforme Umgang mit Kunden- und Nutzerdaten ist somit auch aus der Sicht des Marketings von Bedeutung.

Checkliste: Folgende Punkte gehören, je nach Gestaltung des Onlineshops, in die Datenschutzerklärung:

  • Recht des Nutzers auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Sperrung
  • Google Analytics
  • Geltungsbereich
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Die Widerrufsbelehrung im Onlineshop

Wenn ein Kunde ein Produkt in Ihrem Onlineshop kauft, steht ihm in Deutschland ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Das bedeutet: Der Kunde ist dazu berechtigt, die bestellte Ware innerhalb der Frist wieder zurückgeben zu können. Sie als Online-Händler haben dabei die Pflicht, den Verbraucher über das Widerrufsrecht ausführlich zu informieren.

Wird ein Verbraucher nicht über das Widerrufsrecht informiert, kann das dazu führen, dass dieser sein Recht nicht ausübt. Das stellt wiederum einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern dar – Sie können daher aufgrund von unlauteren Wettbewerb (UWG) abgemahnt werden.

8. Neue Kunden gewinnen: Mit diesen Methoden steigern Sie die Reichweite Ihres Onlineshops

Ihr Onlineshop ist nun online. Damit Kunden Ihre Produkte kaufen können, müssen Sie auch wissen, dass es Sie gibt. Lesen Sie in dieser Sektion, wie Sie Ihren Webshop bekannt machen, Ihre Reichweite steigern und folglich mehr Umsatz generieren können.

Ranken Sie auf Seite 1: Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung, auch Search Engine Optimization, kurz SEO genannt, beschäftigt sich mit verschiedenen Maßnahmen, um eine Website, hier Ihren Onlineshop, möglichst weit vorn in den organischen, also unbezahlten, Ergebnissen von Suchmaschinen zu positionieren. Das bedeutet: Wenn Kunden nach einem bestimmten Produkt suchen, geben Sie einen Begriff, das sogenannte Keyword, in die Suchleiste bei Google und Co. ein. In den Suchmaschinenergebnisse finden Nutzer daraufhin zahlreiche Anbieter. Auch Ihr Onlineshop sollte im Idealfall unter den ersten zehn Ergebnissen, also auf der ersten Seite ranken. Warum? 70 Prozent aller Nutzer schauen sich die Ergebnisse auf der ersten Seite an und nur 14 Prozent betrachten die zweite Seite. Ein Onlineshop, der also nicht auf der ersten Seite auftaucht, wird von vielen potentiellen Kunden auch nicht gefunden. Das Ranking in einer Suchmaschine wie Google hat somit direkte Auswirkungen auf den Erfolg Ihres Webshops.

Nutzer und Google-Suche

Was können Sie also tun, um möglichst weit vorn in den Suchmaschinenergebnissen zu ranken?

Nutzen Sie zum Beispiel Content Marketing. Mit qualitativen und einzigartigen Inhalten, dem sogenannten Content, können Sie weiter vorn in den Suchergebnissen ranken und zusätzlich Ihren Kunden einen Mehrwert schaffen. Wenn Sie sich für ein Shopsystem entschieden haben, mit dem es möglich ist, Blogbeiträge zu veröffentlichen, dann haben Sie bereits eine gute Grundlage, um eine Form des Content Marketings zu realisieren: Schreiben Sie regelmäßig zu Themen, welche die Interessen der Zielgruppe widerspiegeln und die zu Ihren Produkten passen.

Integrieren Sie in diese Inhalte relevante Keywords. Das sind die Begriffe, mit denen Nutzer, beispielsweise über die Google Suche, nach Produkten und Dienstleistungen suchen: Sind die Keywords in Ihren Texten integriert, gelangen Nutzer so über die Suchergebnisse auf Ihre Webseite. Es gibt zahlreiche Tools, wie zum Beispiel den Google Keyword Planner, mit denen Sie passende Keywords für Ihren Onlineshop recherchieren können. Sorgen Sie dafür, dass diese Begriffe zusätzlich in den Produktbeschreibungen, URLs, Bildbeschreibungen oder Seitentiteln vorhanden sind.

Tipp

Achten Sie darauf, die Keywords nicht übermäßig häufig in den Textinhalten zu verwenden. Denken Sie daran, Sie schreiben zuallererst für den Leser und erst dann für Google.

Eine zielgerichtete Content Marketing Strategie erstreckt sich somit nicht nur auf einen Blog. Auch innerhalb der sozialen Medien können Sie relevante und interessante Themen veröffentlichen.

Die folgende Checkliste gibt Ihnen einen Überblick, wie Sie Content Marketing anwenden können:

  • Detaillierte Produktbeschreibungen
  • Blogbeiträge
  • Videos
  • Tutorials
  • Ratgeber
  • FAQs
  • Podcasts
  • Infografiken
  • u.v.m

Zusammenfassend: Zielgerichtete Suchmaschinenoptimierung hilft Ihnen, dass Ihr Onlineshop besser in den Suchergebnissen rankt, sie von potenziellen Kunden schneller gefunden werden und  folglich den Bekanntheitsgrad Ihres Onlineshops steigern. Doch es gibt noch weitere Methoden zur Steigerung der Reichweite.

Google Suchmaschinenergebnisse

Vertrauen schaffen: Gütesiegel

Kundenbewertungen schaffen Vertrauen, welches Sie durch entsprechende Gütesiegel erhöhen können. Platzieren Sie das Siegel präsent auf Ihrer Website, so dass Ihre Kunden es auf den ersten Blick sehen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Gütesiegeln und viele Kunden sind unsicher geworden, welchen Zertifikaten sie vertrauen können. Je unbekannter ein Siegel ist, desto sinnvoller können kurze Erklärungen dazu und verstärkende Kundenbewertungen sein. Laut Stiftung Warentest war Trusted Shops 2019 mit 25.000 Anwendern das bekannteste Gütesiegel in Deutschland.

Um Ihnen in der Vielzahl der Gütesiegel eine Orientierung zu geben, finden Sie nachfolgend eine Liste mit den bekanntesten Anbietern für den Onlinehandel:

  • Trusted Shops
  • EHI Geprüfter Online-Shop
  • EMOTA
  • TÜV Süd safer-shopping
  • Secured Shop
  • Internet Privacy Standards (IPS)

Reichweite steigern mit Social Media Marketing

Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, LinkedIn und Co. können Sie nutzen, um mit ihren Kunden direkt zu interagieren, aber auch um neue potenzielle Käufer zu erreichen. Finden Sie heraus, auf welchen Plattformen Ihre Zielgruppe unterwegs ist und werden Sie dort aktiv. Wie und mit welchen Tools Sie hierbei arbeiten können, erfahren Sie in dieser Sektion.

Effektivität Social Media Marketing

Quelle: oberlo.de

Organische Posts: Mit den Kunden interagieren

Die organische Reichweite gibt an, wie vielen Personen Ihre unbezahlten Beiträge im jeweiligen Netzwerk angezeigt wurden. Die organische Reichweite wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel durch die Anzahl der Interaktionen (Kommentare oder Likes) und die Zeit, die Nutzer damit verbringen, um sich Ihre Inhalte anzuschauen.

Um Ihre organische Reichweite zu steigern, sollten Sie regelmäßig auf den zielgruppenrelevanten Plattformen aktiv sein und Ihre Kunden beispielsweise über neue Produkte und spannende Blogbeiträge auf Ihrem Onlineshop informieren. Umfragen oder kreative Wettbewerbe können Ihre Follower zur direkten Interaktion motivieren, emotionale oder unterhaltsame Videos sorgen dafür, dass Kunden Ihre Inhalte gern mit ihren Freunden teilen. Voraussetzung hierbei ist, dass es qualitativ hochwertige und für die Zielgruppe relevante Beiträge sind. Gleichzeitig bauen Sie über die Interaktion mit Ihren Followern eine Beziehung zu Ihren (potenziellen) Kunden auf – das stärkt die langfristige Kundenbindung.

Interessant

Sie wollen wissen, welche Social Media Kanäle derzeit bei vielen Nutzern sehr beliebt sind? Lesen Sie unseren Beitrag Mehr als nur Facebook und Instagram – diese 5 Social Media Plattformen sollten Marketer kennen.

Jedes Netzwerk hat seine eigenen Kommunikationsregeln. Auf Instagram werden andere Inhalte veröffentlicht und geteilt, als zum Beispiel auf Twitter. Bevor Sie also auf einer Plattform aktiv werden, schauen sie sich genau an, wie das jeweilige Netzwerk funktioniert. Zudem sollten Sie es vermeiden, zu Beginn auf einer Vielzahl an sozialen Netzwerken präsent zu sein. Hochwertige Inhalte zu erstellen sowie auf Nachrichten und Kommentare zeitnah zu reagieren, kostet viel Zeit. Konzentrieren Sie sich also auf nur zwei bis drei Plattformen, auf denen Ihre Zielgruppe besonders stark vertreten ist.

Bezahlte Beiträge: Social Media Advertising

Um Ihre Reichweite steigern zu können, können Sie auf den sozialen Plattformen zusätzlich Werbeanzeigen schalten und somit Social Media Advertising betreiben. Hierbei gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die sich je nach Netzwerk unterscheiden können: Sie können Werbeanzeigen für den Newsfeed schalten, bezahlte Stories für Instagram oder Facebook sowie Video Ads kreieren oder bereits veröffentlichte Beiträge bewerben. Der Vorteil: Die Anzeigen lassen sich gezielt an die definierte Zielgruppe ausspielen (sog. Targeting). Aufgrund der vorhandenen Nutzerdaten der Social-Media-Plattformen können Sie mithilfe von Kategorien wie Beruf, Interessen, Alter, Wohnort, Einkommen, Beziehungsstatus und viele mehr exakt definieren, welche potenziellen Kunden Sie direkt erreichen wollen. Auf diese Weise werden Streuverluste reduziert und Ihr Werbebudget effizient eingesetzt. Der Umfang der Targeting-Möglichkeiten variiert von Plattform zu Plattform.

Kosten Social Media

Die Grafik bietet eine Orientierung über die durchschnittlichen Kosten pro Click auf einzelnen Social Media Plattformen. Eine exakte Preisangabe kann im Vorfeld nie beziffert werden, da Faktoren wie beispielsweise Anzeigenart, Branche und Größe der Zielgruppe die Kosten pro Klick beeinflussen. (Quelle: falcon.io)

Jeder Klick und jede Interaktion mit Ihrer Anzeige wird von dem entsprechendem Netzwerk automatisch aufgezeichnet. Dadurch können Sie in Echtzeit verfolgen, wie Ihre Anzeige bei Ihrer Zielgruppe ankommt und somit sehen, ob diese erfolgreich ist. Diese Flexibilität und Transparenz ist ein enormer Vorteil gegenüber Printwerbung, wie beispielsweise Flyer oder Anzeigen in Magazinen, denn hierbei sparen Sie wertvolle Zeit und Kosten.

Auf den meisten Plattformen können Sie bereits mit niedrigen Beträgen Ihre Anzeigen veröffentlichen. Auf Facebook zum Beispiel zahlen Sie durchschnittlich 7,19€, für 1000 Impressionen: Im Gegensatz zur Reichweite beschreiben Impressionen nicht die Summe der erreichten Personen, sondern die Anzahl der durch die erreichten Personen generierten Aufrufe.

Checkliste: Die Vorteile von Social Media Advertising

  • (Inter)nationale Aussteuerung
  • Völlige Kostenkontrolle
  • Anzeigenoptimierung jederzeit möglich
  • Zielgerichtete Anzeigenschaltung
  • Unterschiedliche Marketingziele
  • Geringe Kosten und Eintrittsbarrieren
  • Minimierung von Streuverlusten
  • Detaillierte Auswertung der Anzeigen
  • Vertiefung bestehender Kundenbeziehungen
  • Verbesserung der Kundenkommunikation
  • Steigerung der Webseitenbesucher
  • Steigerung der Onlinekäufe

Mehr als nur Newsletter: E-Mail Marketing

E-Mail Marketing besitzt großes Potenzial, wenn Sie den Kunden auch über einen Kauf hinaus an Ihren Onlineshop binden wollen.

Versenden Sie nach einem Kauf Ihres Kunden eine Bestellbestätigung. Das klingt zunächst banal, doch dies bietet einen großen Vorteil: Wenn die Bestellbestätigung ankommt, sind Ihre Kunden gedanklich noch mit Ihrem Produkten beschäftigt ist. Das ist der ideale Zeitpunkt, um den Kunden zum Multiplikator zu machen – integrieren Sie in dieser E-Mail Buttons für Facebook, Twitter & Co., denn viele Kunden erzählen gerne, was sie gerade entdeckt haben. Mit einer E-Mail zur Versandbestätigung informieren Sie Ihre Kunden darüber, wann seine Ware ankommt. Geben Sie Ihren Kunden hiermit doch gleich Gutscheincodes mit oder Links zu anderen Produkten, die inhaltlich zur Bestellung passen. Versenden Sie anschließend weitere E-Mails zum Zahlungseingang, Vergessen des Passworts, als Dankeschön oder zum Anlegen eines Kundenkontos und schaffen Sie so mehrere Möglichkeiten, um mit den Kunden in Kontakt zu bleiben.

Ein besonderer Schwerpunkt im E-Mail Marketings sind Newsletter. Darin können Sie regelmäßig über attraktive Angebote oder Rabattaktionen informieren, um den Kunden wieder in Ihren Onlineshop zu locken. Wenn Sie einen Blog betreiben, können Sie Ihren Kunden zeigen, welche spannenden Beiträge es dort zu lesen gibt.

Mit E-Mail Marketing werten Sie Ihr Angebot somit zusätzlich auf. Seien Sie kreativ, bieten Sie Ihren Kunden Links zu themenverwandten Artikeln aus Ihrem Blog, Gutscheine für kostenlose Lieferungen oder ein besonders Gimmick als Dankeschön oder Entschuldigung. Nutzen Sie hierbei entsprechende Tools, mit denen Sie diese Form der Kundenkommunikation  automatisieren können.

9. Synergien schaffen: So locken Sie  über den Onlinehandel Kunden in Ihr lokales Geschäft

Ihr eigener Webshop ist nun erstellt und Kunden kaufen die ersten Produkte. Jetzt können Sie Ihre Onlinepräsenz zusätzlich dazu nutzen, mehr Kundschaft in Ihr stationäres Geschäft zu leiten (sog. Foot Traffic). Erfahren Sie in dieser Sektion, wie Sie über Google my Business eine Verbindung zwischen Ihrem lokalen Geschäft und Ihren Webshop herstellen.

Google my Business funktioniert wie ein kostenloser Brancheneintrag und verwaltet Ihren Onlineshop auf Google, der Google-Suche und Google-Maps. Dort können Sie Produktfotos, Bilder Ihres lokalen Geschäfts, Öffnungszeiten oder Ihre Kontaktdaten eingeben. Sobald Sie einen Eintrag in diesem Tool erstellt haben, wird Ihr Ladengeschäft eingeblendet, wenn Nutzer über Google Maps oder über die Google-Suche nach Ihrem Geschäft oder vergleichbaren Unternehmen suchen.

Info

Unternehmen, die bei Google my Business Fotos hinzufügen, erhalten 42 Prozent mehr Anfragen nach Wegbeschreibungen auf Google Maps und 35 Prozent mehr Klicks auf Links auf Webseiten, als Unternehmen ohne Eintrag.

Positive Kundenbewertungen: Lassen Sie andere wissen, wie gut Sie sind

Nachdem der Kunde ein Produkt in Ihrem lokalen Geschäft gekauft hat, kann er im Ladengeschäft freundlich dazu motiviert werden, eine Bewertung abzugeben. Ihr Vorteil: Je mehr Bewertungen Ihr Onlineshop erhält, desto mehr erhöht sich die Sichtbarkeit bei Google – in den Suchergebnissen rankt Ihr Onlineshop somit höher. Zudem haben positive Bewertungen einen psychologischen Effekt: Lesen potenzielle Neukunden begeisterte Bewertungen von anderen Kunden, sind sie eher dazu bereit, etwas in dem Webshop oder oder im lokalen Geschäft zu kaufen.

Haben Sie keine Angst vor schlechten Bewertungen. Für Google ist es auch ein positives Signal, wenn Rezensionen negativ ausfallen. Für Sie gilt allerdings: Reagieren Sie schnell und gehen Sie auf Kundenwünsche ein und versuchen Sie verständnisvoll das Problem zu lösen. Zeigen Sie, dass Ihnen die Meinung Ihrer Kunden wichtig ist und Sie etwaige Fehler schnell beheben wollen.

Weitere Potenziale nutzen: Google Shopping

Mit Google Shopping, ein Tool welches zu Google Ads gehört, können Sie Ihre Produkte auch lokal bewerben. Viele Nutzer recherchieren online nach Produkten, die in ihrer unmittelbaren Nähe vorhanden sind. Potenzielle Kunden auf Google erfahren somit, welche Ladengeschäfte in der Nähe über die gewünschten Produkte verfügen. Zusätzlich werden weitere Informationen zum gesamten Produktangebot, zu den Öffnungszeiten oder eine Wegbeschreibung zum Geschäft angezeigt. Über Google Shopping können Sie also auf sich aufmerksam machen, insbesondere wenn Nutzer über das Tool explizit nach einem bestimmten Produkt suchen, welches auch Sie im Angebot haben. Ein weiterer Vorteil: Auf Ihrer Verkäuferseite ist der Link „Online kaufen“ zu sehen. Nutzer können darüber auf Ihren Onlineshop gelangen und das gewünschte Produkt auch dort kaufen. Damit verknüpfen Sie Ihr lokales Geschäft mit Ihrem Onlineshop.

Kunden, die Ihr Ladengeschäft besucht haben, besitzen ein großes Potential auch zukünftige Online-Kunden zu werden. Der Grund:  Mit Ihrem Geschäft verbinden Ihre Kunden echte Menschen – ein gigantischer Vorteil, den Sie als Online-Händler, der auch ein lokales Geschäft besitzt, gegenüber Großkonzernen wie zum Beispiel Amazon oder Zalando haben. Auch gegenüber Ihren lokalen Mitbewerbern haben Sie einen Wettbewerbsvorteil – vor allem wenn sich Ihr Geschäft in einer Seitenstraße außerhalb einer Einkaufsmeile befindet. Für diese lokale Auffindbarkeit müssen Sie bei Google Shopping in den Kampagnen Einstellungen Ihrer Anzeigen nur die lokale Verfügbarkeit aktivieren.

Google Shopping zu nutzen ist einfach: Melden Sie sich im Google Merchant Center an, integrieren Sie dort Ihre Produkte und kaufen Sie mit Google Ads Werbeanzeigen. Mit Google Shopping können Sie auch jederzeit messen und überprüfen, wie sich Ihre Werbeanzeigen auf Ihr Ladengeschäft auswirken.

Local SEO: Potentielle Kunden in Ihrer Nähe ansprechen

Local SEO (local search engine optimization) ist ein Teilgebiet der Suchmaschinenoptimierung und fokussiert sich auf regionale Treffer. Das bedeutet: Suchen Nutzer nach einem bestimmten Produkt, berücksichtigt Google die Nähe zum Standort des Nutzers in den Suchergebnissen. Dadurch wird Ihre lokale Auffindbarkeit erhöht, wodurch Sie mehr Besucher in Ihr stationäres Geschäft locken können. Ist ein Kunde in der Stadt unterwegs und sucht einen Blumenladen, werden ihm über die Google-Suche Blumenläden in seiner Nähe angezeigt, im Idealfall mit Bewertungen anderer Kunden. Diese können entscheidend bei der Wahl des Floristen sein: Viele Kunden entscheiden sich für das Geschäft mit den positiven Bewertungen, selbst wenn andere Läden viel näher am eigenen Standort sind.

Um bei der lokalen Google-Suche zusätzlich weiter oben in den Suchmaschinenergebnissen zu ranken, sollten Sie auf Ihrer Webseite den Namen des Onlineshops und den Ort des Geschäftes zum Seitentitel hinzufügen. Erwähnen Sie Ihren Standort auch in den Meta-Daten und bei Google My Business. Achten Sie darauf Namen, Adresse und Telefonnummer im Internet immer identisch zu halten. Sinnvoll sind auch Einträge in sämtlichen Branchenverzeichnissen, wie zum Beispiel Yelp, MeineStadt oder Gelbe Seiten. Das zeigt Google, dass es sich bei Ihrem Onlineshop um einen realen Ort handelt. Wenn Sie einen Blog zu Ihrem Onlineshop haben, schreiben Sie dort regelmäßig über lokale Veranstaltungen, neue Produkte, positive Kundenstimmen oder Produktanwendungen – Google liebt Inhalte (Content) und wird dafür die lokale Relevanz Ihres Onlineshops erhöhen – vorausgesetzt die Beiträge sind inhaltlich mit Ihrer Lokalität verbunden. Ihre Blogbeiträge können Sie wiederum auf Ihren Social Media Kanälen teilen, denn auch dort suchen Kunden nach Produkten.

SEO Seitentitel

Ein Blumenladen verwendet in seinem Seitentitel den Standort Leipzig. Dadurch erhöht das Geschäft seine lokale Auffindbarkeit.

Positive Kundenbewertungen, in Verbindung mit einer SEO-optimierten Webpräsenz, erhöhen somit Ihre Chancen, dass Kunden auf Ihr Geschäft aufmerksam werden. Ein größerer Kundenkreis bedeutet dabei auch mehr Umsatz.

10. Fazit

Der stetig wachsende Online-Handel bietet enorme Potenziale für Verkäufer.  Multi-Channel-Retailing, also das Verkaufen und Vermarkten von Produkten auf unterschiedlichen Absatzwegen, hat sich als gängige Struktur im Handel etabliert. Um an diesem wachstumsstarken Markt teilzunehmen, müssen Sie im Vorfeld Ihre Onlineshop-Anforderungen eindeutig festlegen und darauf aufbauend ihre E-Commerce-Strategie entwickeln. Dadurch eröffnet ein Onlineshop aber auch neue Aufgabenfelder, die zusätzlich Zeit in Anspruch nehmen. Doch es lohnt sich: Mit einem Onlineshop können Sie Ihre Produkte unabhängig von Ihrem Standort oder Ihren Öffnungszeiten verkaufen. Folglich erreichen Sie mehr Kunden, wodurch Sie Ihren Umsatz steigern können.

Sie brauchen Hilfe bei der Erstellung Ihres Onlineshops? Wir helfen gern.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung Ihres Onlineshops? Wir erstellen für Sie gern in kurzer Zeit einen professionellen Onlineshop nach Ihren individuellen Wünschen. Sie erhalten dabei Unterstützung bei der Schärfung Ihres Markenkerns und bei der genauen Definition Ihrer Kernzielgruppen. Zusätzlich beraten wir sie in der Konzeption und Durchführung Ihrer digitalen Strategie, inklusive Social Media Marketing, E-Mail Marketing, Softwareanalyse, Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung sowie allen weiteren Prozessen die zur Erstellung und professionellen Führung eines Onlineshops nötig sind.

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